Dick / Kieckbusch / Zimmmerlin


Flöte, Piano, Cello


Robert Dick, Uli Johannes Kieckbusch und Alfred Zimmerlin haben vieles gemeinsam. Jeder der drei hat seine ganz persönliche Musiksprache entwickelt, die er in die gemeinsamen Improvisationen einbringt, um etwas Neues entstehen zu lassen. Sie spielen aber auch Kompositionen, in denen sie sich improvisierend mit dem komponierten Material auseinandersetzen. Hierfür nehmen sie außer ihren eigenen Werken auch andere Stücke, wie z.B. die von Jimi Hendrix.

Sie haben alle sehr viel Spaß daran, die instrumentalen Grenzen durch neue Spieltechniken zu erweitern. So verändert Kieckbusch den Instrumentalklang durch Präparation des Flügels sehr effektvoll mit originellen Materialien wie z.B. Radiergummis, getrocknete Zitronen und andere Trockenfrüchte, Tischtennisbälle und andere sowohl vorgefundene als auch selbstgemachte Präparations-Gegenstände.

Der Flötist und Komponist Robert Dick (*1950) ist weltweit als einer der innovativsten Meister seines Instruments bekannt; er entwickelte eine erweiterte Spielweise auf der Flöte (Multiple Breath Music), die andere Flötisten und Komponisten stark beeinflusst hat. Er spielt mehrere verschiedene Flöten, angefangen mit zwei Piccolos über die normale Konzertflöte bis hin zur Alt-, Bass und der einzigartigen F-Bassflöte.

In den USA ist Robert Dick Mitglied mehrerer Ensembles, z.B. ''New Winds" oder "Tambastics". Mit zahlreichen Musikern wie z.B. John Zorn, Ned Rothenberg, Steve Lacy und George Lewis arbeitete er zusammen.

1992 zog er von New York in die Schweiz. In Europa fand er zahlreiche neue musikalische Partner wie z.B. Evan Parker, Barry Guy, Paul Lovens und Hans Koch.

Der Pianist und Komponist Uli Johannes Kieckbusch (* 1954) aus Balingen hat sich einen Namen als Interpret von John Cage und Morton Feldman gemacht. Die improvisatorische Zusammenarbeit mit Irene Schweizer, Luc Houtkamp, Ned Rothenberg, Evan Parker und Borah Bergman stellt dazu keinen Widerspruch dar. Beide Einflüsse finden sich auch in seinen Kompositionen.

Der Cellist und Komponist Alfred Zimmerlin (*1955), hat nicht nur Komposition, sondern auch Musikwissenschaft und Musikethnologie studiert. Seinen großen Erfolg als Komponist kann man an den zahlreichen Preisen und Stipendien ablesen. So bekam er 1982/83 und 1984/85 Werkjahrstipendien des "Aargauischen Kuratoriums", 1986 den Musikpreis der C. F. Meyer-Stiftung und 1988 ein Werkjahr-Stipendium der Stadt Zürich für Komposition. Seit 1980 arbeitet er in der "Werkstatt für improvisierte Musik" (WIM) Zürich mit, woran zu sehen ist, dass ihm neben dem Komponieren auch das Improvisieren ein wichtiges Anliegen ist. Als improvisierender Musiker ist er international in verschiedenen Formationen tätig und machte Konzerte und Rundfunkaufnahmen in Europa und den U.S.A..

Es handelt sich bei dem Trio Dick / Kieckbusch / Zimmerlin somit um ein "Internationales Komponistenensemble", welches sich in dieser Besetzung der Improvisation verschrieben hat. Diese so ganz andere Neue Musik wird vom Publikum und der Presse begeistert aufgenommen.

"Die Welt soll aus den Angeln gehoben werden: Anstatt sich an den Naturgesetzen zu versuchen, heben Kieckbusch, Dick und Zimmerlin die musikalische Gravitation auf."

"Der Wirkungsbereich der Instrumente wird ausgedehnt, soweit es die Fantasie zulässt. Was entsteht, lebt nur für den Moment; nicht einmal wiederholbar ist das Werk, schon gar nicht ewig. Hört man Kieckbusch, Dick, und Zimmerlin zu, vergeht die Zeit auf eine eigene Weise; man ist gebannt, man fühlt sich wohl, man fühlt sich leicht".
(Trossinger Zeitung)